Meine historischen Lieblingsserien

Liebe zu Geschichte und Serien lassen sich leicht vereinen. Falls euch historische Serien genauso gut gefallen wie mir, empfehle ich euch die folgenden 5 Serien!

Anmerkung: Ich gehe chronologisch vor, d.h. dass ich mit der Antike anfangen werde bis zur Zeitgeschichte. Zunächst widme ich mir aber nur der Antike und dem Mittelalter/ frühe Neuzeit!

Rome 

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Dieser HBO Serienklassiker ist ein MUSS für jeden Serienliebhaber. Rome startete lange bevor der Serienhype ausbrach und gilt somit als Vorreiter für viele heutige Serien. Die Serie lief von 2005 bis 2007 und umfasst 2 Staffeln mit insgesamt 22 Episoden.

Wie der Titel bereits verrät, spielt die Handlung im römischen Reich. Genauer gesagt mit dem Übergang der römischen Republik zum römischen Kaiserreich (50 – 29 v.Chr.). Im Zentrum der Handlung steht der Centurio Lucius Vorenus mit seinem besten Freund Titus Pullo, der ebenfalls Soldat ist. Die Handlung wird größtenteils aus ihrer Perspektive erzählt und so kommen sie im Laufe der Serie mit einigen berühmten, historischen Persönlichkeiten in Kontakt und begleiten jene. So unter anderem Julius Cäsar, Kleopatra, Octavian (später Augustus), Marcus Antonius, Ocatvia etc.

Wen römische Geschichte interessiert und ebenso gerne politische Intrigen in Serien verfolgt, für den ist Rome das richtige. Die Macher legten großen Wert darauf die Serie so geschichtsgetreu wie nur möglich darzustellen. Für ihre historische Authentizität wurde die Serie immer gelobt, obwohl sie natürlich nicht immer sehr genau waren.
Wer jedoch wert auf eine historisch authentische Serie legt und römische Geschichte liebt, dem lege ich Rome sehr ans Herz!

Spartacus —

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Blut und Titten“ sind wortwörtlich eines der Stichwörter, die diese Serie am besten beschreiben. Spartacus lief von 2010 bis 2013 und umfasst 3 Staffel und ein Prequel mit je 10 Folgen. Momentan kann man die Serie auf Netflix streamen.

Wie auch hier der Titel verrät, dreht sich die Handlung um Spartacus, einen entflohenen Gladiator, der von 73. – 71. v.Chr. den berühmten Spartacus-Aufstand anführte. Zwar ist Spartacus der Titelheld, doch auch andere historische Personen wie Cäsar, Marcus Crassus wie auch die anderen Anführer des Aufstandes Gannicus, Crixus und Oenomaus kommen vor. Durch die übertriebenen Kampfszenen, vor allem unrealistisches Blutgespritzte á la 300, und den großzügigen Sexszenen geht die Handlung manchmal leider etwas unter. Trotzdem bleibt die Serie bis zum Ende spannend mit sehr interessanten Charakteren, sowohl auf der römischen Seite wie auch der der befreiten Sklaven.

Historisch authentisch ist Spartacus nicht gerade. Wie bereits erwähnt, sticht Spartacus eher durch „Blut und Brüste“ heraus und überzeugt weniger mit historischer Genauigkeit und Authentizität, wie Rome. Ganz verübeln kann ich das den Machern auch nicht, denn die Geschichte um Spartacus ist bei weitem nicht so genau dokumentiert wie die Cäsars und des Augustus usw. Daher kann man sich doch einige Freiheiten nehmen, was die Handlung angeht.

Wer also gerne eine actionreichen Handlung mit komplexen Charakteren verfolgt, dem empfehle ich Spartacus!

Vikings —

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Einer meiner absoluten Favoriten! Vikings wird von Michael Hirst in Kooperation mit dem History Channel seit 2013 produziert und befindet sich momentan in der 5. Staffel.

Wie der Titel auch hier verrät geht es um die Wikinger. Genauer konzentriert sich die Handlung in den ersten drei bis vier Staffeln hauptsächlich auf den sagenumwobenen Wikinger Ragnar Lothbrok. Doch nicht nur Ragnar steht im Fokus, sondern auch seine erste Frau Lagertha, eine Schildmaid, sein Bruder Rollo und der verrückte Schiffbauer Floki. Später konzentriert sich die Handlung vermehrt auf die Söhne Ragnars, darunter Björn, Ivar und Ubbe, die historisch belegt sind. Entdeckergeist, Neugier für Fremdes, Religionskonflikte, kleine und große Schlachten wie auch politische Intrigen werden in dieser Serie gut miteinander vereint. Auch wenn es zunehmend gewaltig an historischer Authentizität und Korrektheit mangelt.

Historisch kann man Vikings also eher an Spartacus messen, obwohl in letzterer jene immer noch besser ist. In Vikings treten historische Personen nebeneinander auf, die teilweise 50 bis 100 Jahre voneinander fern liegen und so auch bei historischen Ereignissen, wie etwa der Überfall auf Paris durch die Wikinger. Auch kommen Personen vor, die historisch nicht eindeutig belegt sind, wie etwa Ragnar und Lagertha, und daher in die Sparte der Mythologie fallen.

Trotz ihrer sehr vielen historischen Freiheiten bleibt Vikings einer meiner Lieblingsserien, besonders die 2. und 3.Staffel, und ich kann sie jedem weiterempfehlen, der es mag dem Weg komplexer Charaktere (wie Ragnar) zu folgen wie auch die Auseinandersetzung in Politik, Religion und Entdeckergeist

The Last Kingdom —

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The Last Kingdom steht klar ganz oben auf meiner Liste und hat sogar Vikings überholt! Woran liegt es: Historische Authentizität. Die Serie beruht auf den Saxon Stories von Bernard Cornwell, der selbst Geschichte studiert hat, was man beim Lesen ganz klar erkennen kann. The Last Kingdom wird seit 2015 produziert und befindet sich derzeit in den Dreharbeiten zur 3.Staffel. Außerdem kann man die Serie auf Netflix streamen!

Die Handlung hier ist eng verknüpft mit Vikings, könnte man sagen. Wir befinden uns im frühmittelalterlichen England, das fast ausnahmslos von den Dänen (Wikingern) erobert worden ist. Bis auf Wessex, das letzte sächsische Königreich (daher auch der Titel). Im Zentrum steht jedoch Uhtred von Bebbanburg, ein sächsischer Aldermann, der beim den Dänen aufwächst. Als seine Ziehfamilie jedoch heimtückisch ermordet wird, wird ihm der Mord vorgeworfen, wodurch er gezwungen ist zu fliehen. Er flieht nach Wessex, dem letzten sächsischen Königreich,  wo er Schutz bei König Alfred, später der Große, sucht. Unter ihm wird er zu einem bedeutenden Feldherren, der ihm mit seinem Wissen hilft die Nordmänner zurückzudrängen und England allmählich zu vereinen.

Historisch gesehen ist diese Serie einfach Hammer! Natürlich nicht immer korrekt, aber Vikings könnte sich einiges von dieser Serie anschauen. Diese Serie zeigt, dass Geschichte an sich schon spannend genug ist und es eine weitere Dramatisierung oder Verdrehung historischer Tatsachen nicht benötigt. Kleidung, Schlachtformationen, Architektur usw. bringen das Frühmittelalter, so wie es eher gewesen sein mag, sehr gut rüber. Selbst wenn der der Hauptcharakter fiktiv sind (er soll eine historische Person angelehnt sein) wie auch andere Personen, ist es historisch authentischer und auf dem Level von Rome.

Also wer sich für die Geschichte Englands im Frühmittelalter, die verschiedenen Kulturen und Gebräuche die aufeinander trafen, Politik, Schlachten und Kämpfe interessiert, dem kann ich diese Serie nur an Herz legen!

Die Tudors —

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Mit Sicherheit die ersteerwachsene“ Serie, die ich geschaut habe. Wie Rome startete Die Tudors ebenfalls lange vor dem Serienhype. Produziert wurde die Serie von 2007 bis 2010 und umfasst 4 Staffeln. Einer der Drehbuchautoren ist der bereits erwähnte Michael Hirst (Produzent von Vikings).

Wie auch hier der Titel verrät konzentriert sich die Handlung auf das berühmte englische Herrscher Haus Tudor, genauer um dem berühmt berüchtigten Heinrich VIII., bekannt als der König, der zwei seiner sechs Frauen einen Kopf kürzer machte. Es erzählt die Geschichte eines jungen, ambitionierten Königs und wie er als einer der brutalsten Herrscher Englands in die Geschichte einging, verkörpert von Jonathan Rhys-Meyers, der mit seiner Performance als Heinrich mehr als überzeugt. Außerdem sehen wir noch weitere bekannte Gesichter wie Nathalie Dormer als Anne Boleyn und Henry Cavill als Charles Brandon. Unter anderem hatte genau jene Serie ihnen beim Durchbruch geholfen. Die Handlung ist gespickt von Intrigen, Gier, Leidenschaft und wichtigen historischen Ereignissen, wie beispielsweise der Bruch mit dem Papst und der dadurch entstandenen anglikanischen Kirche. Neben Heinrich VIII. erscheinen auch andere berühmte historische Personen wie seine sechs Ehefrauen und seine Töchter Elisabeth (I.) und Mary I. (Bloody Mary).

Die Tudors haben sich ebenso einige Freiheiten genommen, was historische Authentizität und Richtigkeit angeht. Trotzdem ist es immer noch sehr viel akkurater als Vikings. Viele bis nahezu alle der vorkommenden Personen sind historisch belegt wie auch viele Ereignisse, die stattfinden. Auch hier sehen wir einige der Charaktere dahinscheiden, doch im Gegensatz zu den anderen Serien, sterben hier einige Charaktere mehr an Krankheiten oder anderen Ursachen als einen brutalen Tod. Das gefällt mir besonders gut, da Leute meistens in jener Zeit als Krankheiten starben als einen gewaltsamen Tod.

Wer Eye Candy liebt wie auch Poltische Intrigen, Liebe, Sex und Lust, dem kann ich die Serie auf jeden Fall weiterempfehlen. Mir hat die Serie unheimlich gut gefallen, besonders die ersten zwei Staffeln. Ich sehe sie mir immer wieder gerne an, besonders, da die Chemie zwischen Jonathan Rhys-Meyers als Heinrich und Nathalie Dormer als Anne Boleyn unheimlich einnehmend und spannend ist.

Was sind eure historischen Lieblingsserien?

Hier der Link zum Video:

2 Kommentare bei „Meine historischen Lieblingsserien“

  1. Meine Nummer 1 ist Reign kennst du diese Serie auch? 😊

    1. Ja kenne ich auch, glaube ist schon fertig oder?
      Aber bin ich leider nicht so der Fan davon 😅

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